Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
36
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die cs schmähten. Nur mit Mühe konnte Mrs. Lcsliesie znrückhalten, noch mehr Mühe kostete cs sie, sie zuberuhigen und zu begütigen; und für diesen Trotz desMädchens, den andere unverschämt und undankbar ge-nannt hätten, liebte Mrs. Lcslie mit ihrem ächt weib-liche» Herzen sic nur um so wärmer. Je mehr sieAlice sah, je inchr sic ihre Geschichte und ihren Cha-rakter begriff, desto mehr verlor sic sich in Staunenüber den Roman, dessen Heldin dicß schöne Kind ge-wesen, und desto bedenklicher wurde sic über Alicenskünftige Aussichten.

Endlich jedoch, als sie mit Alicens musikalischenFähigkeiten nnd Kenntnissen vertraut wurde, die wirk-lich nicht gering waren, ging ihr ein Licht auf. Hierwar die Quelle ihrer künftigen Unabhängigkeit ge-sunden. Maltravcrs war, wie man sich erinnert, einMusiker von ebenso ausgezeichneter Einsicht und Bildungals Geschmack, und Alicens natürliches Talent zudieser Kunst hatte binnen Monaten sich zu einem Gradevon Vollkommenheit gefördert, welchen zu erreichenAndere selbst der lebhafte und glücklich organisirtcMaltravcrs hatte dicß an sich erfahren Jahre kostet.Aber man lernt so reißend schnell, wenn man zu Lehr-meistern die hat, die man liebt! nnd cs darf bemerktwerden, daß, je geringer unsere Kenntnisse, ja viel-leicht auch unser Talent hinsichtlich anderer Gegenstände,desto leichter unsere Fortschritte in der Musik vonStatten gehen, welche gar eine eifersüchtige" Be-herrscherin der Seele ist. Mrs. Lcslie beschloß, sie in