Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
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natürliche Unschuld und Sittsamkcit der jugendlichenMutter sprach sich so beredt in ihren Worten undMienen aus, daß Mrs. Lcslic, als sic ihre Erzählunganhörtc, weit weniger zu verzeihen fand als sie vcr-niuthct hatte. Dennoch schien cs ihr nothwcndig,Alicen über die Strafbarkeit des Verhältnisses, worinsic gelebt hatte, aufzuklären. Aber hier war Aliceganz seltsam vernagelt; sic hörte in ergebener Geduldder Slrafrcde von Mrs. Lcslic zu; aber sie machteoffenbar nur einen schwachen Eindruck auf sic. Siehatte noch zu wenig vom socialen Zustand gesehen,um die ersten Eindrücke des natürlichen darnach zuberichtigen, und Alles, was sie der Mrs. Leslie ant-worten konnte, bestand darin:Das mag Alles wahrscpu, liebe Frau, aber ich bin doch viel besser ge-worden , seit ich ihn kennen lernte."

Aber wenn Alice jeden Tadel gegen sich selbst ge-duldig hiniiahm, so wollte sic doch kein Wort der An-klage und des Vorwurfs gegen Maltravcrs hören. AkSMrs. Lcslic mit sehr leicht begreiflicher Entrüstung ihneinen Verderber der Unschuld nannte denn Mrs.Leslie konnte nicht Alles erfahren, was seine Schuldverminderte 'da fuhr Alice auf mit flammendenAugen und mit hochklopfendcm Herzen, und wolltewcgcilcu von dem einzigen Asyl, das ihr in der weitenWelt blieb sic wollte lieber sterben lieber ihrKind sterben sehen, als dem Idol ihrer Seele, dasin ihren Augen einsam auf einer Zinne zwischen Hün--mel und Erde stand, das Leid anthun, Worte anznhören.