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mals bezeugt und sogar mit Beispielen belegt"'), so ist zubedenken, daß sich Otto'S Edelsinn und Gutmüthigkeit hierwie an anderen Orten täuschen konnte, und daß er mancheEigenschaften Friedrich'ö schon darum nur halb oder garfalsch bcurthcileu konnte, weil er Friedrich'S längste undwichtigste Regierungsperiode, namentlich seine Kämpfe mitdem päpstlichen Stuhle, wo sich des Kaisers Charakter deut-licher zeigt, nimmer erlebte. — Ein sympathetisches Band,daS in dem Verhältniß Otto'S zu Friedrich I. nicht zu über-sehen ist, war der beiden gemeinsame starre Rechtssinn. — EineUnrichtigkeit, die zu auffallend ist, als daß wir sie nichtgerne zugeben konnten, ist der bulletinartige Bericht Otto'Süber den Sieg der Deutschen über die Römer, die währendder Anwesenheit Friedrich'S in ihrer Stadt eine Empörunggewagt hatten. Die Deutschen sollen dabei nur einen Tob-ten und einen Gefangenen verloren haben, die Römer hin-gegen, die doch den Vortheil der Kenntniß und Benützungder Localität, die sie schützte, für sich hatten, über tau-send ""). Wenn wir aber bedenken, daß Otto nicht mitdabei war, so ist er darüber vollkommen entschuldigt, da ihmgewiß über diese Vorfälle authentische officielle Quellen ge-reicht wurden, von denen er nicht mehr weiter appellirenkonnte.
Z. B. Kost. l?ricl. lg. Nur. 715. Oesr. k'ricl. 11. Nur.706. 7. An dieser letzteren Stelle erzählt Otto, daß Friedrich I. aufseinem ersten Nömerznge an Gardasee eine Collecte in seinem ganzenHeere veranstalten »nd den Ertrag an die beiden Tirolischen Bischöfevon Brircn und Trient übermachcn ließ als Entschädigung für die Ver-letzung und Beraubung heiliger Orte, die sich seine Soldaten auf demZuge durch Tirol aus Mangel und Hunger zu Schulden kommen lie-ßen, um sich so zuerst mit dem Himmel zu versöhnen, ehe er an seingroßes Unternehmen ging.
E) Oest. ikrlä. II. 83. Nur. 728.