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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
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theiligen und forderte die Nationalliteratur fast nirgends inEuropa. Dagegen pflegte sic das Latein auch dann noch,als die Völker anfingen, eine Literatur ohne die Kirche zugewinnen.

Das war die Zeit, in der Otto lebte, die ihn bildete;und wozu sie ihn bildete, das zeigen vor allem und ambesten

O» Otto s Schriften.

Erstes Kapitel.

Seine Schriften im Allgemeinen.

§. 1. Anzahl und Titel derselben.

Otto ragt aus der Reihe der Freisinger Bischöfe nichtbloß durch seine bischöfliche Thätigkeit und durch seine hoch-wichtige politische Stellung in einer Zeit, wie die eben ge-schilderte war, hervor, vielmehr ist er der Mitwelt achtens-wertst, der Nachwelt nützlich und unvergeßlich gewordendurch seine Schriften, ohne die uns auch sein Leben undWirken gewiß nicht halb so gut bekannt wäre, wie jetzt,wenn auch diese Kenntniß nur eine sehr unvollkommene,lückenhafte ist. Was ferner seine Schriften für die Ge-schichte seiner Zeit sind, werden wir noch in mehreren an-dern Orten zu besprechen haben.

Diese Schriften, die wir von Otto noch übrig haben,werden eben so oft zusammen, als einzeln genannt, da diezweite die erste fortzusetzen und zu ergänzen scheint; aber sieführen zwei besondere Titel:

!>) Obronioon, 8IV6 rsrum all ori^ins muncki act ipsiususgus tompora ^sstarum libri VIII.b) Os A68tis kriävrioi primi Oaesaris ^ugu8ti libri II.