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gelesen hat, so wollen wir uns hier so kurz als möglichfassen.
Als Stellen, die lobend der Tugenden erwähnen, dieim Kriege und Frieden schon die Aeitern der beiden Hohen-staufischcn Kaiser auszcichneten, erwähnen wir Costa krick.I. 12. Nur. 650 und I. 14. Nur. 652.
In gleicher Weise sprechen für Conrad III. mehrereStellen""). Zwar kömmt bei Otto auch eine Stelle vor''")die gerade auf die entgegengesetzte Stimmung Otto's gegendiesen Hohenstaufen schließen zu lassen scheint; er sprichtnämlich von einer „lootulonta improtiitas tumultuosissimiimporatoris", aber hier ist nach aller Wahrscheinlichkeitein Schreib- oder Lesefehler eingeschlichen, und statt impo-ratoris — „tomporis" zu lesen, was bei einiger Unachtsam-keit des Abschreibers leicht für imporatoris in abgekürzterForm (omporis) gelesen werden konnte. Denn schon Cus-pinian, der Otto's Chronikon zuerst heransgab, bemerkt,daß mehrere Codices „tomporis" wirklich haben. Ferner warConrad, ans den das imporatoris allein gehen konnte, nieals Kaiser gekrönt, also auch niemals Imperator, wie ersich denn auch einen solchen nicht nannte, noch nennen ließ,noch auch von Otto so genannt wird; er führte den einzigfür ihn schicklichen Titel: rox. Endlich ist eine solche Stim-mung Otto's gegen Conrad III. eine innere Unmöglich-keit. Otto lebte mit seinem Halbbruder stets im bestenEinvernehmen, die kleine Meinungsverschiedenheit über denvon Konstantinopel nach Palästina einznschlagenden Wegausgenommen, die aber gar kein Zwist genannt zu werdenverdient. Sonst verdankt Otto Conrad IH. die auffallend-sten Begünstigungen. Von einer Undankbarkeit Otto's aber
"") Lliron. VII. 24. Kest. Drill. II. 1.
»") cüiron. VII. 34.