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von Brescia und bei der Schilderung der Italienischen Re-publiken. Ganz und gar Gegner Arnold's, läßt ihmOtto eine Gerechtigkeit angedcihen, wie sie im Kampfe derParteien unserer Tage unerhört ist. Er verdächtigtihn nicht. Wohl wirft er ihm Haß vor""), aber dieserHaß ist ein ehrlicher, offener, und man darf sich nicht täu-schen lassen, daß er ihn an einer andern Stelle einen Wolfin Schafskleidern nennt""); dieß bezieht sich bloß auf dieklerikale Kleidung, die Arnold trug, und nicht im geringstenauf einen heuchlerischen Charakter. Er will hiemit nur an-dcuten, wie leicht es war, in solcher Standeskleidung (Ar-nold war Kleriker, hatte also zur Kleidung das Recht)die Leute einzunehmcn und zu täuschen. Dagegen schilderter in ihm einen Mann von Geist, Anlagen und bedeutenderBeredsamkeit und sucht seine Sonderlings- und Neuerungs-sucht mehr seinem natürlichen Charakter zuzuschreiben"').Auf eine Bekämpfung seiner Grundsätze läßt er sich jedochnicht ein, er nimmt einfach eine entschieden gegnerischeStellung ein. Anders, wo er auf die ItalienischenRepubliken zu sprechen kömmt ""). Einen meister-haften politischen Scharfblick entwickelt Otto in der Schil-derung ihres Geistes und ihrer dort schon merklichen Ge-brechen. Die Ruhe und Besonnenheit, Klarheit undDurchsichtigkeit, mit einem Worte, die edle Einfachheit derDarstellung dieses Gegenstandes würde dem besten modernenPnblicisten zur Ehre gereichen. Er sieht in diesen Republi-ken noch den Freiheitsgeist der alten Römer, der sich liebervon Consuln, als von Herrschern regieren lassen will, aber
0°8t. IHcl. I. 27. Mur. 662.4'°) Kv5t. lbi-icl. II. 2t. Mur. 71g."') I. c.
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