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scincr Ansicht über die Inspiration liefert Otto, indem erdie l^XX. für inspirirt hält
So sehr in jener Zeit die Exegese noch im Argenlag, so tüchtig war in ihr schon Otto, nur war er zu bloßverständig, um tief zu sein, und das, was man irgendspeculative Auffassung des Dogma's nennen könnte, mußman vermissen. Beispiele seines Scharfsinn's in der Exe-gese liefert Otto an verschiedenen Orten""). — Die symbo-lische Redeweise der Schrift deutet er gerne ln'S Geistigeum"") und hält cs so folgerecht für eine Beschränktheit"'),zu glauben, die Menschheit werde einst im kleinen ThaleJosaphat nächst Jerusalem gerichtet werden. Uebrigens hälter dafür, daß auf der Erde irgendwo das Gericht stattfin-den werde""). — Eine Accomodation der Bibclstellen selbstauf heidnische Personen und Zustände ist ihm ebenfalls ei-gen. So wendet er auf Cincinnatus die Stelle an: „lullrmamumli elsgüt Vou8, ut oonlunclat lortia" — Merauch der Allegorie und Mystik blieb Otto trotz seinerüberwiegenden Verstandesrichtung nicht ganz fremd, denn siewar eine Richtung seiner Zeit und Otto's Geist war nichtso engfängig, um sie nicht auch aufzunehmen; doch sinddiese mystischen Anflüge nur selten "->). Der bedeutendstederselben findet sich über die Kleidung der Mönche ""), die
Llrron. II» 47. Ilrst. 48. „spiritu sanoto äictauto."222- Z. B. (Lron. VIII. 35. Ilrst. 19. 2.
22 ") „cum sngolorum velocitotem notsre volumus, psnnstos oos seribimus." tllirou. VIII. 21. Ilrst. 179.
2"') „pium orrorem ex simplicitato."
2"2) 6Iirou. VIII. 19. Ilrst. 178.
222) Wo ist da im Cincinnatus die inürmitss?
222) 61>ron. II. 4. Ilrst. 280.
2"2) tllircm. VII. 35. Ilrst. 160.
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