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Kaiser Friedrich bei seiner ersten Anwesenheit in Rom mitden Römern in Streit gerieth, wären die Deutschen oftschlecht weggckommen, wenn nicht die Römerinen den Deut-schen um so gewogener gewesen wären, je feindseliger sichdie Römer benahmen. Ja sie wagten cs sogar für diese„schönen Ritter" "") Fürbitte einzulegen"'). Wie romantischist hier ein Scandal verkleidet! Und bei Otto sind diesezarten Rücksichten nicht so unwillkürlich und unbewußt, ernennt und kennt ausdrücklich eine „mdinatas stück""), ^uns abhanden zu sein scheint, seitdem der Adel nimmer dieGeschichte schreibt. — Eine weitere Eigenschaft des Herzensunseres Geschichtschreibers ist sein Edelsinn, der nichtleicht von einer Person Schlechtes denkt, namentlich nichtgerne von einem christlichen Fürsten. So läßt er Heinrich V.den Papst Pascal „oonsilio cinoiunckum soeleratorum" gefan-gen nehmen, obwohl er diese Gefangcnnehmung auf's tiefsteverabscheute; später, noch in demselben Kapitel, nennt er alseinen solchen soeleratus den Erzbischof Adalbert von Mainz,der freilich auch ein Erzfeind der Staufen war Dochleise deutet er ebendort auch an, daß Heinrich dem V. dochnicht sehr ernst mit seiner Aussöhnung mit dem Papste ge-wesen sein möchte "H.— Als sich viel räuberisches Gesindelzu Regensburg an die Kreuzfahrer anschloß, hielt dieß Ottofür eine wunderbare Bekehrung 2"), was wohl, wie sichbald herausstcllte, ein anderes Motiv zur Quelle hatte. Ottoist hier getäuscht — aber von einem guten Herzen. —Eine andere Eigenschaft des Herzens an Otto ist das Mit-
25») „Vsm vräinstum ec)uimra äocus!"2 ^) 6est. kHä. II. 23. Nur. 724.
252) Ke8t. k'rick. II. 17. Llur. 730.
252) Llii-on. VII. 14. vrst. 146—47.
25i) poenitevtis äuctu8."
255) Lo8l. Vrlck. I. 40. llllui'. 673.