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leid. Während er bei Erwähnung des Kampfes zwischenWelf und Herzog Heinrich sich selbst leicht mit demElende der Geschichte tröstet, bedauert er schön und mensch-lich das arme Volk, das dadurch an Leib und Seelegeplagt sei, mit dem bekannten Verse: Ouioguick delirnnti'6o-68 6to?"). — Selbst die Feinde des Kaisers, die ihm dochHochverräthcr sind, kann er noch in ihrem wohlverschuldetenElende bedauern, so die Tortoncscr"') und Spoletaner—Seiner Frömmigkeit haben wir schon in seiner Lebens-beschreibung gedacht; sie zeigte sich in dem Geiste seiner Zeitin Errichtung von Klöstern w., aber sie äußerte sich auchmannichfach in seinen Schriften. Seinen Prologen undEinleitungen in seine Werke und deren einzelne Abschnittefehlt nie am rechten Orte das „Via luvend" und, wasfür einen so vielfach angesprochenen Mann von solcherWichtigkeit kein geringes Lob ist, selbst auf seinem Kreuz-zuge betete er fleißig das Brevier^").
Das ist Otto's Charakter, soweit er sich unter demEinflüße seiner Herkunft, seiner Anlagen, seines Standesund seiner Erziehung entwickeln konnte. Das Nächste istnun, Otto's wissenschaftlichen Charakter näher zu be-stimmen.
§. 2. Otto's Theologie.
Dem „p6otu8 isoit tdsoIoAum" hat es Otto durchausuicht zu verdanken, daß er Theolog ist, er ist auch hier
-re) i-i-olog. Iibri II. LIrron. Ilrst. 24.
2 »') Kost. kHä. II. 2t. Nur. 718Oest. k-ricl. II. 24. Nur. 726.
25") Oest. kHU. I. 45. Nur. 677. „<^>u> post uratutiiro-rurn I suche» leetis nos reeeperaiuus." Er antieipirte also dasBrevier des folgenden Tages am Abende vorher, was nach der kirchli-chen Diöciplin erlaubt ist.