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inveslisssi'6 snporkluum 65t"^°). Wie einladend ist sonstfür manche Theologen die Höllenmalerei! Otto umgehtdiesen pikanten Stoff. — Eine weitere Eigenschaft des über-wiegenden Verstandes ist sein Rechtssinn, der uns indeßschon aus seiner Biographie hinlänglich bekannt ist.
Aber dieser Verstandesvorschlag in Otto war nicht soallein herrschend, daß er nicht auch durch Vorzüge desHerzens gemildert worden wäre. Otto ist bei aller glän-zenden Verstandesschärfe überaus bescheiden. Er begibtsich öfter des Nrtheils, wo er der kompetenteste Richterwäre. So will er z. B., wo er von der Synode zu Rheimsspricht, sich weder für Bernhard noch für Gilbert entschei-den, läßt dabei aber wohl merken, wohin seine Entscheidungfallen würde, wenn er sich ausspräche "'). — Wo er vonsich selber sprechen muß, führt er sich einfach auf alsOtto bnsinAensis, er kennt weder das unanständige „e§o",noch das „nos" mgjostatioum?"). — Wie nur schon ein-mal bemerkten, will Otto die Entscheidung biblischer FragenWeiseren überlassen, er wolle bloß Meinungen Vorbringen "H,Den ohne Menschenhände geschlenderten Fels Daniels legter als die Kirche aus, jedoch mit dem Beifügen: «ins mo-lioris 86nt6nlik>6 prachuclicio 2 "). Das zeigt von guterBildung von Haus aus. — Den Kaiser spricht er „majsstss"an und „vos", obwohl ersterer Titel erst unter Karl V. of-ficielles Prädikat wurde, hier, aber auch nur hier, spricht ervon sich, seiner Würi>e eingedenk, mit „nos". Das Prädikat„üaoikous", das er auch dem Kaiser gibt, ist ein so beschei-
2") vi-st. 174.
219 Oest. Viicl. II. 57. lVIiir. 690.
212 ) 6est. tbrlcl. I. 40. lVIur. 673.
2") Olii-on. VIII. 37. vrst. 194.
2«) eiiron. VI. 36. Nu,-. 137.