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sehr fremd ist, und doch gab es dort auch Parteien, die ein-ander so heftig gegeuüberstandcn als jetzt; „hie Welf!" „hieGhibellincn!" hieß cs dort und Otto lebte mitten unterihnen. — Otto hat eine merkwürdige Scheu, von derunsere Historiker nichts mehr wissen, er scheut sich, Alles zusagen, was er weiß, und glaubte dadurch die Vorsehung zubeleidigen, wenn er anders handelte^"). Darum will erauch seine theologischen Erörterungen nicht als Behauptun-gen angesehen wissen, sondern bloß als Meinungen^'). „Esgebe ein mystisches, ein heiliges Dunkel in der Geschichteund solle es gebe», denn es gehöre zur Domäne der Vor-sehung, jedes weitere Beleuchten würde ihrer Majestät scha-den."— Von Kaiser Justin erzählt Otto mit staunenswertster
Mäßigung: „2ölo lläsi Iiserotieos persegusbutur" ^),
und man ist in Verlegenheit, soll man diese Stelle als Loboder Tadel Justin's hinnehmcn. — Der Prophet Maho-med, dessen Anhänger doch damals der Christenheit so vielzu schaffen machten, wird mit fast trockener Ruhe in dieGeschichte eingeführt— Kaiser Karl heißt bei Otto nochnicht der Große "H, wenigstens noch nicht an der Stellewo Otto ex prokdsso von ihm spricht, dagegen heißt er:„vieloriosissimus" 2^). Während sich aber Otto bei Karldem Großen so überaus mäßigt, nennt er Kaiser Otto I.mehrmalen „nwAmis" ^°). Karl des Großen Sohn Ludwigheißt bei Otto auch noch nicht „der Fromme"; alle diese
-r°) eiiron. VIII. 37.
Hrst. 194.
-r-) 6üron. V. 3. Ili-st. 102.
--l!) Odron. V. 9. Vrst. 106.
6Uron. V. 26. stc. vrst. 113.2 ^) !dIZ. e. 30. Ilrsl. 115.
6ÜI-0N. VI. 24. Vr8t. 66.