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Luden (als ob Otto kein Geistlicher wäre!) gläubig. — Auchüber die Kreuzzüge scheint Otto entweder nie der Ansichtenseines Standes gewesen zu sein, oder er muß auf eine sotrockene, nüchterne und verständige Ansicht erst nach den Er-fahrungen, die er auf seinem Kreuzzuge machte, zurückgekom-mcn sein, da er einem neuen Kreuzprediger zürnst: „viclost8i in luturo uälmo aligua sxpockitiono iinplonckum expo-ot6tur""ch. __ Solche Verständigkeit beseelte Otto und alleTugenden, die mit derselben gewöhnlich in Verbindungstehen. So war Otto in Allem fest und beharrlich,dies; zeigte er durch Thaten wie durch Worte. Durch dieThat auf seinem Kreuzzuge, wo er Festigkeit genug hatte,seine Ansicht gegen seinen königlichen Bruder durchzusetzenund beharrlich auszuführen, und durch Worte in einerüberaus kräftigen Sentenz, die also lautet: „Lapientm enimest olüoium, non INOI'6 volnlnlis rot-ro rotari, 86 ä in vir-tutuin oonstantia sä gusllrsti corporis mockum ürmari""-)— Die Reinheit und Uneigennützigkeit seiner Ge-sinnung war so erhaben über jeden Tadel, daß ihm selbstseine Neider nichts anhaben konnten^); ja Aeneas Sylviusmeint °"), wäre Otto auf dem zweiten Römerzuge Fricd-rich's mitgewcsen, zwischen ihm und dem Papste wäre dannkeine Uneinigkeit entstanden. So verlangte Otto auch alsGeschichtschreiber Friedrich's I. keinen andern Lohn, als dieRechte und Freiheiten seiner Kirchesch.— Eine weitere Ei-genschaft der verschlagenden Verstandesrichtung seines Cha-rakters ist auch seine Mäßigung, über die wir um somehr staunen müssen, als sie den Parteien unserer Zeit so
rrs) x,-o1. srt krick. tVIur. 637.
22 °) kroemium sct 8ir>Arinium. IIi-st. S. 7.
22') Rsrlevicu 5 .
22 °) Hist, k'riä. III. iinp. S. 10.
22°) Nelclietd. bist. Iris. I. I. k. I. S. 341.