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menschlichen Gesehen oder göttlichen Geboten. Dir ist be-wußt, daß die Obrigkeit von Gott gesetzt ist, und daß, werihr widerstrebt, sich Gottes Ordnung widerseht. Erhebe dich .also gegen diese Pest und umgürte dich wie ein Mann, umgegen die Feinde des Reiches zu kämpfen. Und damit dusehest, daß ich deine getreuen Dienste in Acht genommenund auch künftig ihrer gedenken wolle, so gib ich dir meineeinzige Tochter zur Ehe und mache dich zum Herzog vonSchwaben, aus dem du den jetzigen Besitzer, Herzog Ber-tolf, vetreiben magst" ^°°). Diese Sprache ist sowohl natur-wahr nach Zeit, Umständen und Personen, als auch im be-sten Sinne diplomatisch.
§. 8. Otto's Fehler gegen die Kritik.
Wir können aber bei allen kritischen Anlagen und 'Kenntnißcn Otto's nicht längnen, daß er auch öfters gegensie verstoßen habe, und wollen auch solche Beispiele unpar-teiisch anführen. Aber die Unrichtigkeiten, die sich bei Ottofinden, sind im Allgemeinen keine anderen, als welche imzwölften Jahrhundert nicht berichtigt werden konnten, und I
man möchte sie wohl entschuldigen, wenn man bedenkt, ,
welche Fortschritte der kritische Geist der Menschheit noch zumachen hatte und jetzt noch machen muß. —
Otto gibt z. B. die sehr gewagte Erklärung des NamensPannonia von Apenninus, an den es grenze, und nimmt, wiewir oben schon gesehen haben, lUpos und ^ponninus gleich-bedeutend — „Uistria vol Ouriutliia" zn schrei-
2°°) Lost. kHä. I. 8.
2»') Lest. kHä. I. 31. Nur. 665. II. 13.
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