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Gallien „Ousra", sagt er dann weiter, „et lloo, quollcle krsneone trallitur, üotitium vicletur." So kreuzen undverfilzen sich ihm hier die Mythen'^).— Ein merkwürdigesVertrauen seht Otto auch in die Sybillen; so zählt erdie 8^lüIIa ltlr^tlumos sogar zur eivilus vei, d. h. zu denAuserwählten und nimmt ihre Prophetieen über Christusfest und sicher an, indem er sich dabei auf Augustin undLactantius beruft"°). — Im Vergleiche mit der strengen Kri-tik, der alle heidnischen Mythen zu unterliegen scheinen, läßter vielleicht christliche Legenden zu leichtsinnig passircn.Aber nur im Verhältniße, wie wir oben bei der Legendevon dem Martyrium des Erzbischofes Thiemo gesehen haben.Nur wo ihn ein religiöses Gefühl, eine Stimmung derPietät abhält, begibt er sich gänzlich der Kritik, wie z. B.bei Aufzählung der Wunder des heiligen Corbinian aufdessen Stuhl er saß.
§. 3. Ottv's philologische Kritik
Wir eröffnen diesen Abschnitt unseres Kapitels mit ei-ner Bemerkung Otto's über die Entstehung der französi-schen Sprache "°), die freilich nicht sehr belehrend ist,aber uns nichts destoweniger Otto auch auf diesem, derWissenschaft seiner Zeit nach ganz fremden Gebiete, alsdenkenden Beobachter erscheinen läßt. Die Römer, meintOtto, seien in Gallien bis auf den letzten Mann aufgerie-ben worden, und was von ihnen zurückgeblieben sei, sei bloßdie Sprache, deren sich jetzt die Franzosen bedienen. Was
m>) ikiä. I7rst. 20.
>") ikiä.
nb) lllirou. II. 4. Ilrst. 26.
>'-) Olrr-on. V. 23. Ilrst. 1l3.
>b°) Lliron. IV- 32. vrzt. 68 und 99.