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verschaffen kennen, gibt es noch nicht, ein solches zeigt sicherst am Schlüsse dieser Periode in Petrus Lombardus. Abermit dem Gclehrtenwescn ging deßohngeachtet eine bedeutendeVeränderung vor, cs bildete sich ein Gel ehrten stand,namentlich durch die Universitäten. Die Bildung war nochnicht Volkssache, wenn sich gleich Arnold von Brescia mitseinen Doctrinen nicht ohne großen Erfolg an die Italieni-schen Städtebürger wandte, daö konnte auch nur in Italiengeschehen, an andern Orten, namentlich in Deutschland, warder dritte Stand noch zu wenig ausgebildet. Dafür wurdedie Gelehrsamkeit, die früher bloß Sache von Privatperso-nen war, jetzt Standessache. Wer ein Gelehrter werdenwollte, hatte seine Lehrjahre durchzumachen, in denen ernach der herrschenden Wissenschaft geformt wurde. DasZiel der Gelehrsamkeit war endlich auch ein praktisches ge-worden; es war schon mehr, als Ehrgeiz, man war sicher,Aemter und Würden zu bekommen, wenn man seine Studienabsolvirt hatte. — Der herrschende Philosoph dieser Zeitwar annoch Plato, den man aber auch nur aus Ciceround Augustinus kannte, wenn gleich Aristoteles sichschon so viel Bekanntschaft und Geltung in der erstenHälfte des zwölften Jahrhunderts zu erringen wußte, alshinreichte, um eine Revolution unter den damaligen Ko-ryphäen der Wissenschaft hervorzubringen und sie in zweigroße Parteien zu spalten. Und doch kannte man nochäußerst wenige Sachen des Aristoteles und diese nur inschlechten lateinischen Uebersetzungen aus den nicht besserenarabischen.
Wir kommen nun zu den Repräsentanten dieser Periode,und als solche nennen wir: Wilhelm von Champeaux,Abälard, Gilbert de la Porröe, Hugo von St.Viktor, und, wenn man will, auch noch den hl. Bern-hard.