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gründe der berühmten Kämpfe zwischen dem Hohen-staufischen und Welfischen Hause, und wir in un-fern Tagen, wo sich die Parteikämpfe an Grundsätze undnicht mehr an dynastische Geschlechter knüpfen, begreifenkaum, wie sich das Parteiwesen zweier Geschlechter, bloßauf deren Eigennutz und Herrschsucht begründet, so lange fort-spinnen konnte. Es sieht aus, wie das, was man in un- j
serer Zeit in der Schweiz den Kampf um die Sessel nennt,ist aber noch schlechter als dieser. Aber wenn auch nichtausgesprochen, unbewußt lagen diesen dynastischen Kämpfen ^doch auch entgegenstehende politische Grundsätze unter, diesich einander bekämpften und oft mehrmalen während desKampfes mit den Elementen des damaligen politischen Le-bens, die ihrer mehr oder minder klaren Tendenz entsprachen,in auffallender Wahlverwandtschaft verbanden. Friedrich,dem Sohne einer Welfischen Mutter und eines Hohcnstau-fischen Vaters, gelang die Versöhnung der beiden Geschlech-ter, indem er Heinrich dem Löwen das Herzogthum Bayernverlieh und den bisherigen Herzog Heinrich „Jasomirgott"mit dem zu einem Herzogthum erhobenen Oesterreich abfand.Durch die glückliche Beilegung dieser Parteisache erwarbsich Friedrich den Titel: „Vater des Vaterlandes"), aberwas ihm wohl noch lieber war, er eröffnete sich dadurch ei-nen ungehinderten Weg nach Italien, da nun in Deutsch-land das Rothwendigste bereinigt und nichts weiter zu fürch-ten war.
Nicht so glücklich wie in der Beruhigung Deutschlands,war Friedrich in der Unterwerfung Italiens, großen-theils durch seine eigene Schuld. Er schätzte die Feinde vielzu gering, die hier seinem absolutistischen Streben nothwen-dig entgegcntreten mußten, das waren die Hierarchie unddie republikanische Freiheit. Hier ging er an der Ei-