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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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Welfcn aussöhnen zu können glaubten"). Unter diese Wählerzäblcu Baronius, Palatins und Goldastns auch unfern Bi-schof Otto, ja sogar Meichclbeck ist nicht nngeneigt "»), ei-nen Einfluß Otto's auf die Erhebung Fricdrich's des I. an-zunehmen, da ihm Otto selbst darauf hinzndenten scheint").Wie viel daran Wahres ist, laßt sich weiter nicht ermitteln,gewiß ist nur, daß Otto die Wahl Fricdrich's nur mit Freu-den begrüßen konnte, da er für diesen Kaiser auf allen Sei-ten seines Werkes, wo er auf ihn zu sprechen kömmt, einegleichmäßige Begeisterung an den Tag legt.

Dcßohngcachtct begleitete Otto den neuen König nichtauf seinem ersten Römcrzuge, wie er in mehreren Stellenseines Werkes über Friedrich selber andentet "), wahrschein-lich ans Furcht vor der schlimmen Stimmung der Wittels-bachcr gegen sein Bisthnm. War es Starrsinn- oder Rechts-sinn, oder war beides beisammen, wer möchte cS wagen,hier genau zu unterscheiden, genug, sie konnten und wollteneinmal auch nicht das geringste ihrer vogteilichcn Rechteüber die Ministerialen des Hochstists fahren lassen. Daszeigten sie auch noch in dieser Zeit. Denn nicht viel späterals nach der Rückkunft des neuen Kaisers aus Italien scheintein Auftritt vorgefallen zu sein, der die Spannung Otto'smit seinen Vögten ins gehäßigste Licht setzte. Otto wurdenämlich von Otto, dem Sohne des Pfalzgrafen, der mitauf dem Römcrzuge war, während sein Vater zu Hauseblieb "), einmal während er Messe las, nicht nur auf'sgröbste mit Schmähungen überhäuft, sondern auch, wie es

Do Aestis t?riä. lid. II. o. 2.

2 ^) I. o. 332.

22) Do Aost>8 kHüerici II. 2.

Z. B. cke A68tis kUll. II. 13.ut

22) ,,H.äver8U8 Ottonein, tiliuin ONoru8 pslatini coniiti8."

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