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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
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scheint, sogar thätlich mißhandelt °°). So viel läßt sichaus einem Schreiben Papst Hadrian IV., an den sich Ottoin dieser Sache klagend wandte, an den Erzbischof Eber-hard von Salzburg entnehmen Des Papstes Entscheidging dahin, Eberhard sollte den Ncbelthätcr zu gebühren-der Satisfaktion auffordern und wenn er diese nicht leiste,denselben bannen °°). Derselbe Papst trug Otto auch ineinem andern früheren Schreiben °°) auf, den Mönchen inTegernsee gegen denselben Otto von Wittelsbach zu ihrenRechten, namentlich zu ihren Zehenten zu verhelfen.

Als der Kaiser 1155 aus Italien zurückgekehrt war,war es seine erste Angelegenheit, das Heinrich dem Löwenschon vor seinem Römerzuge gegebene Wort wegen des Her-zogthums Bayern in Vollzug zu setzen. Aber HeinrichJa-somirgott" war zu einer Abtretung desselben nicht zu be-wegen, ob ihm gleich der Kaiser seinen eigenen Bruder, denBischof Otto, bis an die Böhmische Grenze nachschickte, umihn zur Nachgiebigkeit zu bewegen °°). Die schwierige Fragelöste sich erst 1156 auf die allbekannte Weise durch die Ab-trennung Oesterreichs von Bayern, indem man ersteres zueinem eigenen Herzogthum erhob. Auf dem Reichstage zuRegensburg übernahm Otto zu diesem Zwecke noch einmalin dieser Sache, und wie der endliche Erfolg zeigte, mitmehr Glück, die Rolle eines versöhnenden Vermittlers

et inlionesto trsetsvit."

2') kes. 6o<l. lliploin. I?. I. 6o1. 393. Halles, ^nnslss ^nstriae.II. S. 28. Anm. *

22 ) Vst. 8igniav XI. Lei. Oeceinde.

22 ) Ost. 8ign>ae XVI. 6a>. Veo. ker. I. o. 6ol. 392. tlsllss I.e. S. 37. Anm.

2") Büchner, I. e. 201. Vleiolisld. 1. c. 333-2i) Lantbslei', tasti csmpil. 237.