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graf Otto von Wittclsbach. Damit aber auch die Feind-schaft mit den Welfen in Zukunft nicht auöginge, dazu wardebenfalls 1140 der Grund gelegt, indem Otto sich von sei-nem königlichen Bruder eine exclusive Markt- und Münz-gercchtigkeit für sein Hochstift und die Stadt Freising cr-theilen ließ °°), was dann später unter Heinrich dem Lö-wen zur Zerstörung des Freisingischcn Ortes Döring undzur Begründung Münchens führte. Der Streit im Landeum das Hcrzogthum Bayern zwischen den Welfen und Ba-benbergern, an dem Otto, ob es gleich ein Herzogthum fürseine Brüder galt, keinen andern thätigcn Antheil genommenhatte, als den, der sich für einen Bischof ziemte, daß erzum Himmel um Frieden flehte °'), brachte ihm doch einenleidenden Antheil zu, nämlich die Verwüstung seiner Stadtund seines Gebietes durch die Soldaten seines eigenen Bru-ders Leopold auf dem Zuge nach Regcnsburg 1141 ").Stadt und Land von Frcising war gut wclfisch gesinnt,sicherlich ein Beweis, daß Otto in diesen Kampf neutralblieb; das ließ sie der Babeubcrgischc Herzog entgelten, ohneRücksicht darauf, daß es die Unterthanen seines Bruderswaren. Otto rächte sich dafür durch einen Tadel diesesBenehmens in seinem Chronicon.
Nach dem Tode Herzog Leopold's wird ein andererBruder Otto's, Herzog Heinrich (XI.), später zugenannt„Jasomirgott", Herzog in Bayern. Da überzieht HerzogWelf mit seinem Anhänge Bayern auf's neue mit Krieg,der neue Herzog Heinrich verfolgt ihn, zieht wie sein Bru-der, verwüstend durch das Freisinger Gebiet, ja macht so-gar die Befestigung Freisings dem Boden gleich, weil die
°") Nviclielb. a. a. O. Ischokkc. I. 398.
IVteioNotb. I. o. 319 — 20.
°2) Aleiclivtb. 1. o. 328.