16
soriniorum ooräis praekaotus war. Von einer officiellcnKanzlerwürde Otto'S haben wir nichts finden können. —
Schon der erste bekannte politische Act Otto's recht-fertigt unsere Annahme. 1138 am 19. Juli bestätigt Con-rad III. dem Bischof Balduin zu Pisa die Besitzungen sei-nes Bisthnms auf Verwendung des königlichen Bru-ders Bischof Otto's von Freising und des sehr hei-ligen Mannes Abt Bernhard's von Clairvaux (IlAlwIIi III.391.) zu Nurimbcrg ^).
Das Jahr 1140 war für Otto eiu politisch bedeutungS-,man möchte fast sagen, verhängnisvolles. Alle politischenNebel, die Bischof Otto und sein Bisthum betroffen haben,nehmen in diesem Jahr ihren Anfang, aber auch alle Vor-thcile, die er sich und seinem Biöthnme zu erringen ver-mochte, sehen in diesem Jahr ihren Ursprung. Und den-noch möchte man das Resultat dieses Jahres ein traurigesnennen, wenn man bedenkt, daß Otto in demselben fast ge-zwungen war, sich die drei auf seine Lage einflußreichstenGeschlechter zu Feinden machen zu müssen, die Welfen,Babenberger und Wittelsbacher, darunter sogar seineigenes Haus. 1140 am 3. Mai bestätigte Conrad III.seinem Bruder, Bischof Otto zu Freising, die Privilegienseines Biöthums °°), aber mit Erweiterungen und Begün-stigungen, daß die Urkunde eher ein Freibrief als eine Be-stätigung genannt werden kann. Pfalzgraf Otto von Wit-telsbach, der Schirmvogt der Kirche von Freising war, solltedem bisherigen erbrechtlichen Gerichtsbanne über die Dienst-leute der Freisinger Kirche entsagen und der Bischof be-
65) liölimer. liegest» reg. et lmx. s Loiir. I.— Lear. VIl. keck.831. 114.
b°) llunä. I. 157. Neiclield. 1. 31g. Lölnner LegestL L 6on-rsä. I. — llenr. VIl. Vrck. 831- 115-