12
durch den Kampf der Babenberger mit den Welfen nmBayern und diese Unruhen betrafen Freising sehr ernstlichund nahe, aber Otto ließ sich dadurch nicht hindern, nichtbloß gegen Klöster freigebig zu sein, sondern sogar Kirchenzu weihen "). Merkwürdig ist, daß Otto trotz all seinerThätigkeit und Verwendung für Klöster für seinen eigenenOrden, dem er doch so treu und aufrichtig zugcthan war,während seiner ganzen Regierungszcit in seiner Diöcese nichtsthat, wozu er gewiß Macht und Gelegenheit gehabt hätte.Nur ein paarmalen kömmt er als Bischof überhaupt miteinem Cistercicnserkloster urkundlich in nähere Berührung,das aber nicht in seiner Diöcese lag. Es war 1143, alsBischof Otto bei der ersten Tradition des Stifters an dasKloster Raitenhaslach, das damals noch in Schützing war,als zweiter Zeuge vorkömmt als 1146 dieses Klostervon Schützing an der Alz wegen seiner gefährlichen Lagevon Erzbischof Conrad von Salzburg an den passenderen OrtRaitenhaslach, eine Stunde von Burghausen an der Salzach,urkundlich transferirt wurde, erscheint Otto als ersterZeuge ^). Sonst nie mehr in Angelegenheiten seinesOrdens. —
Um 1147 reformirte Otto nach einem Provincial-Synodal-Beschlüsse des Erzbischofs Conrad von Salzburgdas Kloster Tegernsee, „nicht ohne Schwierigkeit",wie er an Papst Eugen III. berichtet. Den Abt Conradvon Tegernsee nahm er darauf in Gnaden auf. Es scheintalso an den Conventualen gefehlt zu haben
Nach dem Kreuzzuge schweigen die Urkunden über Otto's
tVleielietb. I. o. S. 325-") Lsnsiri. germ. sscr. II. 241.
Idi6. S. 243.
tHelclielk, Iiist. 1ri8. I. I. k. I. S. 331-