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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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als durch schlechte Wirtschaft "). Otto half aber demheruntergekommenen Bisthum fo gründlich auf, daß er alsdessen zweiter Stifter gepriesen wird ^°). Seine ganze Re-gierungszeit besteht aus lauter dahin eiuschlagcnden Akten,die nur durch den Kreuzzug und durch politische Vermitt-lungsgeschäfte unterbrochen wurden. Es braucht nicht ersterwähnt zu werden, daß Otto nicht minder eifrig war inHebung der Discipliu seines Clcrus; er selber hatte ja auchals Bischof seinen Ordenshabit niemals abgelegt ^). Seineganze Wirkungsweise war eingreifend, entschieden, kräftigund hat ihm, seinen literarischen Ruf noch dazu gerechnet,wahrscheinlich auch den BeinamenNsZ-nus" erworben. JaMeichelbeck meint, ein Canonicus von Freising habe ihn da-rum gar über Corbinian gesetzt, weil er ihn auf einemKupferstiche, das seinem (des Canonicus) Werke vorgesetztist, zur rechten, Corbinian aber zur linken die FreifingcrKirche halten läßt

Indem wir sein bisch öfliches Wirken von seinem poli-tischen trennen zu müssen glauben, versuchen wir zuerst diehauptsächlichsten Akte aufzuzählen, die dem ersteren angehoren.

Schon 1138 setzt Otto im Eifer für die Hebung derDisciplin einen Abt in Weihenstephan ein, Namens Si-gimar

1139 weiht Otto (6srvolä. sääitiones Hunäii No-tropolim Lslisb.) den Altar in der Kirche auf dem BergeMadron bei Rosenheim, primo episoopstus ejus snno, wiedie Inschrift des Altares sagt, was aber, wie Meichelbeck

Noiclielk. !. e. 318.

2b) lisäev. I. e.kUsinAvosis ooolesi'ss non tsin instsursto-rein, c^n-iin tunäatoroin."

2') Rsclov. I e.

2°) I. °. 347.

2°) Moioliolk. Iiist. tri8. IV I. ?. I. S. 317.