sei jedenfalls seiner Diöcese von Gott zu Hülfe gesendet wor-den. Fast noch schwerer ist die Zeit seiner Erhebung genauanzugebcn, da man sogar über das Jahr nicht einig ist.Gewiß ist, daß Heinrich I. anfangs Oktober 1137 starbaber ungewiß, ob Otto demselben sogleich nachfolgte. DasLalenclarium ^Veibenstepllsnensö setzt Otto's Erwählungin's Jahr 1l37, seine Einführung aber in's nächstfolgendeJahr, was aber, wie Meichclbeck 2 ') meint, schon darum nichtsein könne, weil Otto sich seiner Erhebung, wie V. Aren-bcck in seiner Oesterreichischen Chronik berichte, heftig wider-setzt habe. Uns schiene eine solche Widersetzlichkeit, wennsie bewiesen werden könnte, im Gcgcutheil die Sache zu er-klären. Dieselbe Vertheilung der Erhebung Otto's auf zweiJahre findet sich auch noch in einer andern Quelle, beiHanthaler ^). Anders läßt sich diese Ungewißheit selbst inBezug auf das Erhebungsjahr auch aus der Unruhe derZeit erklären. Kaiser Lothar war 1137 am 3. Dezemberauf seiner Heimreise von Italien in Breitenwang gestorben,Herzog Heinrich von Bayern hatte sich der Reichsinsignienbemächtigt, eine neue Königswahl stand bevor, zwei mächtigeGeschlechter standen sich als Kronbewerber gegenüber, wasAlles nicht dazu beitragen konnte, so wichtige Angelegenhei-ten, wie eine Bisthumsbesetzung war, ihren ruhigen Ganggehen zu lassen. Alle diese Umstände zusammengenommenmüssen die Vcrmuthung nahe legen, Otto könnte selbst ei-nen Mitbewerber um sein Bisthum gehabt haben und wirk-lich kömmt in den Nonumontis lloieis. II. S. ^6 ein Bi-schof von Freising Namens „Mattheus" vor, unter demJahre 1138. Die Urkunde ist freilich nicht mehr im Ori-
-°) Lloiclielb. bist. Iris. lkom. I. I». I. 316 — 317. H-mtIi->Isr,Isst! eampil. 236.
2 ') Hist. Iris. 1'. I. k. I. S. 316-
22 ) k°gsti crunxil. 237.