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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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auch zu vcrmuthen, und ward nur von Kobolt behauptet ");gewiß hingegen ist, daß Otto 1131 zum Abte seines Klo-sters Morimuud erwählt ward "). Klosterneuburg hattenun seinen Propst für immer verloren. Leopold setzte indasselbe statt der bisherigen weltlichen Chorherren solche nachder Regel des heiligen Augustin und in Hartmann einenneuen Propst. Otto's Würde war aber eine weit höhere,als die eines Propstes zu Ncuburg, denn der Abt von Mo-rimund war einer von den ersten vier Ordensäbtcn nachdem Generalabt von Cisterz, dessen monarchische Gewaltdurch die vier vornehmsten Aebte nach ihm (von La Ferte,Pontigny, Clairvaux und Morimund) und durch das Gc-neralcapitel sämmtlicher Aebte eine aristokratische Be-schränkung erhielt. Sonst ist Morimuud in demselben Jahrewie Citeaux gestiftet, nämlich 1115, von einem aus demGeschlechte der Choiseuls, Oldolricus von Agrimonte. Es lagin der Champagne, gegen die Grenzen von Lothringen undBurgund zu, und auf dessen Gebiet stießen die drei Bis-thümcr, Langres, Toul und Besannen zusammen. Außerder Oberaufsicht, die ein jeweiliger Abt von Morimund überdie spanischen, portugiesischen und savoyischen Ritterordenführte, entsandte das Stift auch viele Colonicen in fast alleThcile des occidentalischen Europa's ") und wir dürfen unsdaher nicht wundern, daß auch Oesterreich mit einer solchenbedacht wurde, als Otto Abt in Morimund war. Bereits1131 hatte der fromme Leopold den Entschluß gefaßt, aufEmpfehlung seines Sohnes Otto auch ein neues KlosterCistercienser Ordens zu gründen, und zwar vier Meilen von

Bayr. Gel. Lerik. 493.

") dleictielb. Iiistor. I. I. ?. I. 3l5. Ilrstisius, S. 3.Hantlialsr, Isst! oainpil. 236.

Vertcntschtes disleraiuin dis tertium von k. Augustin Sar-torius- Prag 1708. S. 592 - 93.