Paris zurück, um sich noch weiter auszubilden. Das Jahr,in welchem Otto zum zweitenmal nach Paris ging, läßtsich nicht mit Bestimmtheit angeben, nicht einmal combini-rcn, da Einige annchmen, sein zweiter Aufenthalt in Parisfalle hinter das Jahr 1126, in welchem er zu Morimund inden Cistercienserorden trat. So verlängert Bulacuö^) Otto'sAufenthalt in Paris bis 1128, ja nach Acucas Sylvins Hmüßte man annehmen, Otto hätte seine philosophischen Stu-dien nur als Cistercicnser gemacht und sei also schon in denOrden gegangen, nachdem er seine grammatischen Studienin Klosterneuburg absolvirt hatte. Demohngcachtet gilt dasJahr 1126 allgemein als das Jahr seiner Aufnahme inMorimund d).
Auf seiner Heimreise von Paris, die wir für diezweite halten möchten, kam Otto mit 15 Gefährten indas Kloster Morimund und übernachtete daselbst. Lockteihn vielleicht zum Uebcruachteu die Neuheit des Ordens, dieFreundlichkeit der Mönche, oder die allgemeine Gewohnheit,zum Dableiben vermochte ihn, wie cs scheint, der Zauber,den der nächtliche Chorgesaug der Mönche auf sein frommesGemüth ausübte'°), und der ihn noch als Bischof mit an-genehmen Erinnerungen erfüllte ''). Er blieb mit allen sei-nen Gefährten, unter denen Einige, wie Otto, von vorzüglichhoher Geburt waren, z. B. Heinrich von Kärnthen, alleaber, wie er, Bischöfe wurden. So wurde Heinrich vonKärnthen nachmals Bischof von Trostes "). Daß Otto inParis das Magisterium und die theologische Doctorwürdeerhielt, ist aus älteren Quellen nicht zu erweisen, wenn
Hisior. riniv. xari8. II. 109.
Hist. kUcl. III. imp. Urgent. 1686.
2) HaMlmIer, t'ssli cgmpil. L36.
*") 6>steroiui» dis lortirim. Prag 1708.tlliron. VII. 36.
> 2 ) Hiswire litoiairo llo Is Vrance. Vom. XIII.