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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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bekleidete, ward überdieß noch 1156 erster Herzog vonOesterreich, Bayern aber kam in demselben Jahre wieder andie Welfen. Otto's Brnder Conrad war zuerst Bischof vonPassan, dann Erzbischof von Salzburg. Albert und Ernststarben früh H. Bertha vermählte sich mit Heinrich II.,Burggrafen in Regensburg, Agnes mit Waslav auS Polen,Herzog von Schlesien, Gertrud mit Herzog Ladislaus inBöhmen, Elisabeth mit dem Landgrafen Hermann von Win-zeburg in Sachsen und Thüringen und Judith mit demGrafen Wilhelm von Montfcrrat

Otto bekam, wie sich nicht zweifeln läßt, eine, demfrommen Geiste seines Naters angemessene Erziehung, daer noch dazu, wie es scheint, gleich seinem jüngeren BruderKonrad, zum geistlichen Stande bestimmt war. Von seinemVater Leopold ward ihm die Propstei des von ihm gestifte-ten Klosters Neuburg zugedacht, in die er auch rechtlicheintrat nach dem Ableben des dortigen ersten Propstes,Otto des I., im Jahre 1122. Denn von diesem Jahre an er-scheint er in der Reihe der Propste dieses berühmten Stiftsbis 1132 mit der Bezeichnung: L. Otto II. Lilius 8. Leo-potcki, llrotus Eilbus Noriinuncki, clein Lp. LrisinAensis.Da aber Otto noch zu jung war, um diesem Amte schonvorstehen zu können, so wählte dessen Vater den PropstOpold zu einem Stellvertreter und schickte seinen Sohn Ottozur Erlernung der Wissenschaften nach Paris. Nach einigenJahren kam Otto von Paris nach Oesterreich zurück undbrachte seinem Vater für die Kirche zu Klosterneuburg Re-liquien von Heiligen mit. Otto kehrte aber bald wieder nach

Die gcneal. Tabelle des Nrstisiuö macht weder auf Vollständigkeit nochabsolute Genauigkeit Anspruch, sie wurde von uns bloß ihrer Kürze und Ueber-sichtlichkelt wegen hieher gesetzt. Weiter ausgeführte Stammtafeln fin-den sich bei allen bedeutenderen Oestcrrcichischen und Bayerischen Historikern-°) Oben angeführtes Werk:Leopold der Heilige re." S. 139145.