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Und schwarze Nacht umhüllt Deine Seele, MarimilianRobeSpierre! So endetete die Herrschaft des Schreckens.
Der Tag rst angebrochen tm Kerker. Bon Zelle zuZelle eilen sie mit der Botschaft; Haufen um Haufen —die freudigen Gefangenen vermischt mit den Kerkermei-stern, die, ans Furcht, sich gern auch freudig anstellenmöchten — sie ergießen sich durch die Gänge und Hohlendes unholden Hauses, das sie bald verlassen werden. Siebrechen in eine Zelle, die seit dem gestrigen Morgen ver-gessen worden. Sie finden darin eine junge Frau, aufihrem elenden Bette sitzend; die Arme über der Brust ge-kreuzt, das Antlitz emporgerichtet; die Augen offen, undein Lächeln — nicht der Heiterkeit bloS, der Seligkeit umihren Mund. In dem wilden Sturm ihrer Freude sogarwichen sic mit scheuem, ehrfurchtsvollem Staunen zurück.Nie hatten sie das Leben so schön gesehen ; und wie siesich mit geräuschlosen Schritten langsam näherten, sahensie, daß die Lippen nicht athmeten, daß es die Ruhe desMarmors, daß es die Schönheit und Verzückung des Todes war. Schweigend sammelten sie sich um sie her: undsiehe da, zu ihren Füßen war ein kleines Kind, das vonihren Schritten erwachte, sie fest ansah, und mit seinenrosigen Fingern mit dem Kleide seiner todtcn Mutterspielte. Eine Waise hier im Kerkergewölbe!
„Armes Kind!" sagte ein Weib (selbst Mutter) —„und sie sagen, dein Bater sey gestern gefallen! und jetztdie Mutter todt! Allein in der Welt — was kann deinSchicksal sepn?"
Das Kind lächelte furchtlos die Menge an, als disFrau so sprach. Und der alte Priester, der darunter stand,sagte mild: „Weib! sieh! die Waise lächelt! die Vater-losen sind die Schützlinge Gottes!"
-o-V-SkS-o-