Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
131
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Vereinigung verheißen sollte! Er ist an der Schwelleer tvendet sich »och noch einmal um. Die Thüre gehtzu! Er ist fort für immer!

Sie erwachte endlich, sie schaute sich um.Zanoni,es ist Tag!" Keine Antwort, als das leise Wimmern ihresKindes.Barmherziger Himmel, war denn Alles nurein Traum?" Sie strich die langen Locken zurück, die ihrAuge verschleiern mußten, sie fühlte das Amulet aufihrer Brust es war kein Traum!O Gott! und er istfort!" Sie sprang an die Thüre, sie kreischte laut.Der Schließer kommt!Mein Gatte! meines KindesBater!"

Er ist vor Dir hingegangen, Weib!"

Wohin? Sprich! sprich!"

Zur Guillotine," und die schwarze Thüre schloß sichwieder.

Sie schloß sich vor der Bewußtlosen! Wie einBlitz wurden Zanoni'S Worte, seine Trauer, der wahreSinn seiner mystischen Gabe, das Opfer selbst, das er fürsie gebracht, wurde das Alles einen Augenblick ihrem Geisteklar und dann brach Finsterniß über ihn herein, wieein Sturm, eine Finsterniß, die doch ihr Licht hatte!Während sie da saß, stumm, starr, ohne Stimme, wie zuStein gefroren, schwebte ein Gesicht, wie ein Wind,über die Tiefe ihrer Seele! der grimmige Gerichtshof der Richter die Geschworenen der Ankläger;und unter den Opfern die eine unerschrockene, strahlendeGestalt.