Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
129
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diesen Schlummer schien das seeligc Bewnßtseyn hinein zureichen, daß der Geliebte bei ihr, daß der Verlorene wiedergefunden sey. Denn sie lächelte und murmelte vor sichhin, und hauchte oft seinen Namen, und streckte die Armeaus, und seufzte, wenn sie ihn nicht berührte». Er schautesic, bei Seite stehend, an mit welchen Empfindungen,wäre umsonst zu sagen! Sie sollte ihm nicht mehr erwa-chen sie konnte nicht wissen, wie theuer dieser süßeSchlaf ihr erkauft war. Der von ihr so ersehnte Morgen er war endlich gekommen. Wie begrüßte sie wohlden Abend? Unter den entzückenden Hoffnungen, wo-mit Liebe und Jugend in die Zukunft schauen, hatte sichihr Auge geschloffen. Diese Hoffnungen liehen ihre Jris-farben noch ihren Träumen. Sie sollte erwachen zum Le-ben! Morgen und die Schreckensherrschaft war nichtmehr die Gefängnißthore thaten sich auf sie gingdann, mit ihrem Kinde, in diese Sommerwelt voll Lichthinaus! Und er? er wandte sich, und sein Auge fiel aufdas Kind es wachte hell, und der klare, ernste, nach-denkliche Blick, der ihm meist eigen war, war auf ihn mitfeierlicher Festigkeit gerichtet. Er beugte sich über eSund küßte seine Lippen.

Nie mehr," murmelte er,o Du Erbe von Liebeund Schmerz, nie mehr wirst Du mich in Deinen Träu-men schauen nie mehr wird das Licht dieser Augen ge-nährt werden durch himmlischen Verkehr nie mehrkann meine Seele von Deinem Pfühl die Unruhe und dieKrankheit verscheuchen. Nicht so, wie ich es in eiteln