Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

72

seiner Schlächterei auöersehen! Zum erstenmal mische ichmich in die verworrenen Händel und Listen der Menschen,und mein Geist spriügt auf aus meiner Verzweiflung,bewaffnet und bereit für den Kampf/'.

Ein Volkshaufen hatte sich versammelt um die Straße8t. Honoro ein junger Mann war so eben auf RobeS-pierre's Befehl verhaftet worden. Man wußte, daß er inDiensten TallienS stand, desjenigen feindlichen Partei-hauptes im Convent, welchen anzugreifcn der Tyrannbisher gezittert hatte. Dieser Vorfall hatte daher größereAufregung verursacht, als man sonst von einem so gewöhn-lichen Umstand erwarten durste, als eine Verhaftung wäh-rend der SchreckenSregiernng war. Unter dem Haufenwaren viele Freunde TallienS, viele Feinde des Tyran-nen; Viele, die es müde waren, den Tiger Opfer umOpfer in seine Höhle schleppen zu sehen. Grollendes, un-heilweiffagendeS Murren wurde vernommen : trotzige Au-gen stierten die Beamten an, wie sie ihren Gefangenenergriffen; und obgleich sie sich nicht offen zu widersetzenwagten, drängten doch die hinten Stehenden auf die Vor-deren, und versperrten den Häschern und dem Gefangenenden Weg. Der junge Mann wehrte sich hart um seineFreiheit, und durch eine gewaltige Anstrengung riß ersich, endlich aus ihren Händen los. Der Haufen machtePlatz, und schloß sich dann wieder, um ihn zu decken,-wie er durch die Reihen brach und sich dahinter verlor;aber plötzlich hörte man ganz nahe das Stampfen von