wollten zu jenen Scenen irdischen Treibens oder wüsterAufregung, welchen es immer ferne bleibt, weil es Dichda schlimmeren Feinden der Seele überläßt — hast Duda nie muthig dem Gespenst und Deinem eigenen Grau-sen widerstanden ? — hast Du nie gesagt: Komme was dawill, der Tugend will ich fest anhängen?"
„Ach!" versetzte Glyndon, „erst in neuesten Zeitenhabx ich mich dazu ermannt."
„Und Du hast dann gefühlt, daß das Phantom un-deutlicher, seine Macht schwächer wurde?"
„ES ist wahr."
„So freue Dich! — Du hast den wahren Schreckenund das Geheimniß der Prüfung überwunden. Der festeEntschluß ist der erste Erfolg. Freue Dich, denn die Ver-jagung des Gespenstes ist sicher! Du gehörst nicht zudenen, die ein künftiges Leben läugnen, die Opfer des un-erbittlichen Grausens werden. O, wann werden endlichdie Menschen lernen, daß, wenn die große Religion sostreng die Nothwendigkeit des Glaubens einschärft, dasnicht allein darum ist, weil der Glaube zur anderen Weltführt, sondern daß es ohne Glauben auch keine Vor-trefflichkeit in dieser Welt gibt — den Glauben an etwasWeiseres, Glücklicheres, Göttlicheres, als wir auf Erdensehen! — der Künstler nennt es das Ideale, der Priesternennt es Glauben. Ideal und Glaube sind Eines unddasselbe. Kehre zurück, o Wanderer, kehre zurück! Em-pfinde, wie viel Schönheit und Heiligkeit im Herkömm-lichen und Alten wohnen! Zurück in Dein Thor schleiche,