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Mejnour, die sich Deiner Eigenschaften rühmen, undDeine Geheimnisse errungen haben?"
„Andere sind vor uns gewesen, aber jetzt sind wirZwei allein auf Erden."
„Betrüger, Du verräthst Dich selbst! Wenn sie denTod besiegen konnten, warum leben sie nicht jetzt noch?" *
„Kinddes Tages!" antwortete Zanonitraurig, „habeich Dir nicht gesagt, der Jrrthum unserer Erkenntniß seydas Vergessen der Wünsche und Leidenschaften gewesen,welche der Geist nie ganz und für immer besiegen kann,so lang diese Materie ihn einhüllt? Bildest Du Dir ein,es sey kein Schmerz und Kummer, entweder alle mensch-lichen Bande abzuschütteln, alle Freundschaft und alleLiebe < oder Tag für Tag Freundschaft und Liebe von un-serem Leben dahinwelken und schwinden zu sehen, wieBlüthen vom Stengel? Kannst Du Dich darüber Wun-dern, daß wir', trotz unserer Macht, zu leben, solangedie Welt stehen wird, wir es doch, selbst ehe unsere ge-setzliche Frist abgelaufen ist, vorziehen können, zu sterben?Wundere Dich vielmehr, daß es Zwei gibt, die so treu ander Erde hängen! Mich, ich gesteh es, mich kann dieErde noch mit Liebe fesseln. Weil ich das letzte Geheim-niß ertang, so lange noch meine Jugend in der Blüthestand, färbt mir auch jetzt noch die Jugend Alles um michher mit ihrer glühenden, reichen Schönheit; mir ist Ath-
* Glynbon scheint vergessen zu haben, baß Mejnour früher schonihm dieselbe Frage beantwortet hatte, die ihn hier seine Zwei-fclsucht znm zweiten Mal machen läßt.