Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
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Strahlen über die Blumen und Springbrunnen draußenergoß, während der Saal selbst halb im Schatten blieb,halb von einem leisen, geisterhaften Licht überflogen war.

Jetzt stand Zanoni auf.Nun, meine Herren," sagteer,wir haben, hoffe ich, unfern Wirth noch nicht er-müdet; und sein Garten bietet eine neue Versuchung,unser Bleiben noch zu verlängern. Habt Ihr keine Musi-ker unter Eurer Dienerschaft, Fürst, die unfern Ohrenschmeicheln könnten, während wir den Duft jener Oran-genbäume einathmen?"

Ein herrlicher Gedanke!" sagte der Fürst.MaS-cari, sorge für die Musik!"

Die Gesellschaft stand gleichzeitig auf, um sich in denGarten zu begeben: und jetzt erst schien sich die Wirkungdes getrunknen Weines bei ihnen fühlbar zu machen.

Mit flammenden Wangen und unsichern Schrittenkamen sie in die freie Lust, die noch mehr beitrug, das glü-hende Fieber des Rebensafts zu steigern. Als gälte es,das Schweigen zu vergüten, mit welchem die Gäste bisherZanoni zugehört hatten, war jetzt jede Zunge gelöstJeder plauderte Niemand hörte. Es lag etwas Un-heimliches und Fürchterliches in dem Conirast zwischender ruhigen Schönheit der Nacht und der Scene, unddem Gelärme und Geschrei dieser unordentlichen Zecher.Einer von den Franzosen insbesondere, der junge Herzog

von R-, ein Edelmann vom höchsten Range und von

dem raschen, lebhaften, jähzornigen Temperament seinerLandsleute, war auffallend laut und aufgeregt. Und ds