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Umstände, deren Erinnerung noch in gewisse» KreisenNeapels lebt, es später nothwendig machten, daß derHerzog selbst von dem dort Vorgefallenen Zeugniß ablegte,will ich hier den kurzen Bericht, den er anfsetzte, übertra-gen, der mir mit vieler Güte vor einigen Jahren von mei-nem lebhaften und talentvollen Freund, dem Kavaliereäi It-mitgetheilt wurde.
„Ich erinnere mich nicht," schreibt der Herzog, „jemeine Lebensgeister so aufgeregt gefühlt zu haben, wie anjenem Abend; wir waren ganz wie ebenso viele aus derSchule losgelassene Knaben, wir stießen und drängteneinander, wie wir die sieben oder acht Treppen, die vonder Colonnade in den Garten führten, herunter taumel-ten oder sprangen, — die Einen lachend, die Andernjauchzend. Einige scheltend, Andere plaudernd. Der Weinhatte gleichsam eines Jeden innersten Charakter heraus-gekehrt. Einige waren laut und händelsüchtig, Andereempfindsam und weinerlich; Einer, den man bisher fürlangweilig gehalten, höchst lustig, ein Anderer, der immerfür bescheiden und schweigsam gegolten, höchst geschwätzigund lärmend. Ich erinnere mich, daß mitten in unsererlärmenden Fröhlichkeit mein Auge auf den Cavalier, Sig-nor Zanoni, fiel, dessen Unterhaltung uns Alle so bezauberthatte; und ich fühlte mich von einem gewissen Schauerdurchrieselt, als ich bemerkte, daß dasselbe ruhige unduntheilnehmeude Lächeln auf seinem Angesicht lag, dases charakterisirt hatte bei seinen eigenthümlichen und merk-würdigen Geschichten vom Hofe Louis XIV. Ich spürte