Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
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pel zu verlassen ein Beweggrund mehr, die jetzigeStunde aufs beste zu nützen.*

Und was, wenn ich mir die Frage erlauben darf,mag die Ursache seyn, welche die schönen Damen Neapelsmit solchen, Leidwesen heimsncht?"

ES ist der hcrannahende Tod von Jemand, der michmit feiner loyalsten Freundschast beehrte," versetzte Za-noni ernst.Laßt »nS nicht weiter davon sprechen: Schmerzkann den Zeiger der Uhr nicht rückgängig machen. Wiewir mit frischen Blumen die in nnsern Vasen verwelkendenersetzen, so ist cs daS Geheimniß der weltlichen Weisheit,mit neuen Frenndschaflcn die von nnsern, Pfade verschwin-denden zu vergüten."

Wahre Philosophie!" rief der Fürst.Nichtsbewundern! war des Römers Grundsatz; nie trauern!ist der »reinige. Es gibt Nichts im Leben, worüber mansich zu grämen hätte, als freilich Wohl, Signor Zanoni,wenn eine junge Schönheit, auf die wir »nser Herz gesetzt,nnsern Händen entschlüpft. In einem solchen Augenblickbedürfen wir aller unserer Weisheit, um nicht der Ver-zweiflung zu unterliegen und dem Tod die Hand zu schüt-teln. Was sagt Ihr, Signor? Ihr lächelt! Das konntenie Euer Geschick seyn. Thut mir Bescheid auf einen Trink-spruch : Langes Leben dem glücklichen Liebhaber bal-dige Befreiung dem betrogenen Anbeter!"

Ich thne Euch Bescheid," sagte Zanoni Undwie der verhängnisvolle Wein in sein Glas gegossen wurde,