Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
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schaft des Siroceo waltete,) waren aufgeboten worden.Künstliche Luftzüge durch unfichtbarc Röhren, seideneJalousien, die sich hin und her bewegten, gleichsam denSinnen die Täuschung eines AprillüftchcnS vorspiegelnd,und kleine Springbrunnen in jeder Ecke des Saales gabenden Italienern dasselbe Gefühl von Vergnügen und Oom-tort, (wenn ich das Wort brauchen darf,) wie den Kin-dern kälterer Elimate die wohlzngezogenen Vorhänge unddas lodernde Feuer des Herdes.

Das Gespräch war etwas lebhafter und geistreicherals es gewöhnlich bei den matten und schlaffen Vergnü-gungsjägern des Südens zu seyn Pflegte, denn der Fürst,selbst gebildet und talentvoll, suchte seine Bekanntschaftennicht nur unter den benur cogoitu seines eignen Landes,sondern auch unter den glänzenderen Fremden, welche dieEinförmigkeit der neapolitanischen Kreise schmückten undhoben. Es waren zwei oder drei der glänzenden Franzo-sen des alten Regimes anwesend, welche schon vor derrorschreitendcn Revolution sich geflüchtet hatte», und ihreeigenthümliche Denkweise und ihr Witz waren ganz geeig-net für die Stimmung einer Gesellschaft, welche darVolvo Ino nlonto zu ihrer Philosophie und zu ihremGlauben machte. Der Fürst jedoch war schweigsamer alsgewöhnlich: und als er sich anfzuraffen suchte, war seinegeistreiche Laune erzwungen und übertrieben. Mit demBenehmen seines Wirthes machte das Zanoni's einen auf-fallenden Contrast. Die Haltung dieses cigcnihümlicheuMannes zeichnete sich jederzeit aus durch eine ruhige und