Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
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Wir wollen einen Versuch machen, ob sein Zauberein Antidotvn gegen den Trank erfinden kannsagteerhalb laut und mit einem finstern Lächeln, als er MaSearivor sich forderte. Das Gift, welches der Fürst mit eigenerHand unter den für seinen Gast bestimmten Wein mischte,war gemischt ans Stoffen, deren Gcheimniß eines derschätzbarsten Erbstücke jener talentvollen und schlimmenFamilie war, welche Italien seine klügsten nnd ruchlosesten Tyrannen gab. Seine Wirkung war schnell dochnicht Plötzlich es verursachte keine Schmerzen eshinterlicß keine grausenhaften Verzerrungen der Glieder,keine Purpnrflecken auf der Haut, wodurch Verdacht ent-stehen konnte man konnte jedes Glied und jede Fiberdes Leichnams zerschneiden nnd dnrchgrabcn, ohne daßdas schärfste Auge eines Arztes die Anwesenheit des feinenLebenSseindes entdeckt hätte. Zwölf Stunden lang fühltedas Opfer Nichts, als eine fröhliche nnd erhebende Auf-regung des Blutes dann folgte eine süße Ermattung,der sichere Vorbote des Schlagflusses. Dann konnte keineLanzette Helsen! der Schlagfiuß war sehr häufig in denFamilien der Feinde der Visconti vorgekommen.

Die Stunde des Festes kam die Gäste versammel-ten sich. Da war die Blüthe der neapolitanischen Signo-rie; die Abkömmlinge der Normannen, der Teutonen, derGothen; denn Neapel hatte damals einen Adel, aber eshatte ihn vom Norden überkommen, der in der That dieKntrix Iwonui» gewesen ist, die Amme der löwenherzigenRitterschaft der Welt.