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wurden ganz in ausschweifenden Jntrigncn vergeudet, oderrichteten sich auf die Verfeinerung einer schimmerndenPrunksucht mittelst einiger klassischer Grazie. Sein un-geheurer Reichthum, sein gebieterischer Stolz, sein rück-sichtsloser und kecker Charakter machten ihn zum Gegen-stand einer nicht kleinen Furcht von Seiten eines schwa-chen und schüchternen Hofes; und die Minister der indo-lenten Regierung sahen gern durch die Finger bei Erces-sen, welche ihn wenigstens von Entwürfen des Ehrgeizesabzogcn. Der seltsame Besuch und das noch seltsamereVerschwinden McjnourS erfüllten die Brust des Neapo-litaners mit Staunen und Grausen, wogegen all derhochmüthigc Stolz und gelehrte SkepticiSmus seiner rei-feren Mannesjahre umsonst ankämpfte. Die ErscheinungMejnours diente in der That dazu, Zanoni den Augendes Fürsten in einem Lichte erscheinen zu lassen, worin erihn bisher nicht betrachtet hatte. Er empfand eine selt-same Unruhe über den Nebenbuhler, dem er getrotzt —über den Feind, den er heranSgefordert hatte. Als er,kurz vor seinem Bankett, seine Selbstbeherrschung wiedergewann, da brütete er auch mit düsterer, wilder Ent-schlossenheit über den treulosen Anschlägen, die er zuvorschon gemacht hatte. Es war ihm, als wäre der Tod desräthselhasten Zanoni nothwendig zur Erhaltung seineseignen Lebens, und wenn er zu einer frühem Zeit ihrerNebenbuhlerschaft schon seinen Entschluß über das Schick-sal Zanoni'S gefaßt hatte, so dienten MejnourS War-nungen nur, denselben zu bestärken.