immerdar bespülen, aber nicht übcrflnthen können. EuerGroßvater widerstand meinen brünstigsten Bitten, ge-horchte meinen gemessensten Befehlen nicht nnd ging unterin der erhabenen Tollkühnheit einer Seele, welche nachGeheimnisse» schmachtete, in deren Besitz der nach Reichenund Sceptern Lüsterne nie gelangen kann, — das Opferseines eigenen Wahnsinnes."
„Er ward vergiftet und Mejnour stoh."
„Mejnour stoh nicht!" antwortete der Fremde stolz;„Mejnour konnte nicht fliehen vor Gefahren; denn Ge-fahren find Etwas, das längst hinter ihm liegt. An demTag, ehe der Herzog den verhängnißvollcn Trank nahm,der, wie er glaubte, dem Sterblichen das unsterbliche Gutverleihen sollte, mit dessen Fund meine Macht über ihngeendet hätte, überließ ich ihn seinem Schicksal. Abergenug hievon; ich liebte Euren Großvater! Ich möchteden Letzten seiner Stammes retten. Stelle Dich nichtZanoni gegenüber! Stelle nicht Deine Seele Deine»schlechten Leidenschaften gegenüber! Tritt zurück von demAbgrund, so lange es noch Zeit ist. In Deiner Stirne,in Deinen Augen entdecke ich noch Etwas von dem gött-licheren Glanze, der Deinem Geschlecht eignete. Du hastin Dir noch Keime von ihrem erblichen Genius, aber siesind erstickt von schlimmer» als Deinen angeerbten La-stern. Erinnere Dich, daß durch des Genius Kraft DeinHaus stieg; das Laster hinderte es immer, seine Machtdauernd zu machen. In den Gesetzen, welche das Weltall
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