— von einem fremden Mann eins dein Morgenland, dersein Vertranter nnd sein Meister in einer Lehre war, gegendie der Vatikan von einem Zeitalter znm andern seinen
^ nachgemachten Donner geschleudert hat? Erinnerst D»Dich des Schicksals Deines Ahnherrn? — wie er in sei-ner Jngend Wenig als einen Namen erbte? — wie ernach einem wilden nnd wüsten Leben, wie das Dcinige,von Mailand verschwand, arm, sich selbst verbannend?
— wie er nach Jahren, die er, Niemand wußte, in wel-chen Ländern nnd mit welchen Bestrebungen zngcbracht,wieder die Statt besuchte, wo seine Ahnen geherrscht hat-ten ? wie mit ihm jener weise Mann aus dem Orient kam,der mystische Mejnour? — wie die, die ihn sahen, mitStaunen und Furcht entdeckten, daß die Zeit keine Furchenauf seine Stirne gegraben: daß wie durch einen Zauberdie Jugend in seinem Antlitz und in seiner Gestalt festge-bannt schien? Weißt Du nicht, daß von dieser Stunde ansein Glück stieg? Die entferntesten Vetter starben; Güterauf Güter sielen dem heruntergekommenen Edelmann zu.Er verbündete sich mit dem KönigSgcschlecht von Oesi-reich; er wurde der Lenker von Fürsten, der erste Mag-nate Italiens. Er gründete von Neuem das HauS, dessenletzter Stammhalter Du jetzt bist, und trug seinen Glanzvon Mailand auf die sicilische» Königreiche über. Träume
! hohen Ehrgeizes umschwebte» ihn bei Tag und bei Nacht.
Hätte er länger gelebt, Italien hätte eine neue Dynastie^ bekommen, und die Visconti hätten über Großgriechenland! Bulwer'S Romane. X6VII. 6