Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

72

ich komme, den letzten Stern an einem sich verdunkelndenFirmament zn betrachten. Morgen um diese Stunde wirdder ewige Nanm Nichts mehr von ihm wissen. Mensch!wenn nicht Dein ganzes Wesen sich ändert, so sind DeineTage gezählt!"

Was soll dieser Jargon?" sagte der Fürst mit sicht-licher Bestürzung und geheimem Grausen.Kommst Du,um mir zu drohen in meinen eigenen Sälen, oder willstDu mich vor einer Gefahr warnen? Bist Du ein wan-dernder Taschenspieler oder ein unvcrmuthetcr Freund?Sprich, und gerade heraus. Welche Gefahr droht mir?"

Zanoni und Deines Ahnherrn Schwert," versetzteder Fremde.

Ha, ha!" sagte der Fürst, verächtlich lachend,dasvermuthete ich von Anfang hinter Dir. Also bist Du derMitschuldige oder das Werkzeug dieses höchst gewandten,aber für jetzt besiegten Charlatans? Und ich denke, Duwillst mir sagen, daß, wenn ich eine gewisse Gefangene,die ich gemacht, los ließe, die Gefahr verschwinden, undder Zeiger der Uhr zurückgestellt werden würde?"

Urthcile von mir, wie Du willst, Fürst von-.

Ich bekenne mein Wissen von Zanoni. Auch Du wirstseine Macht kennen lernen, aber erst, wen» sie Dich ver-zehrt. Ich möchte Dich retten, daher warne ich Dich.Fragst Du mich warum? Ich will es Dir sagen. Erin-nerst Du Dich, seltsame Sagen von Deinem Ahnherrngehört zu haben? von seinem Verlangen nach einerWeisheit, welche die der Schulen und Klöster überträse?