Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
71
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und verwahrt fand, und mit Gedanken anZanoni, zu dessenMacht sie ein beinahe übernatürliches Vertrauen fühlte.

Mittlerweile stieg der Fürst die Treppen hinab undbegab sich in das Zimmer, in welches mau den Fremdengewiesen hatte.

Er fand den Besuch vom Kopf bis zum Fuß in einlanges Gewand halb Kutte, halb Mantel gehüllt;wie es damals manchmal Geistliche trugen. Das Gesichtdieses Fremden war auffallend! So sonnverbrannt undschwärzlich war seine Farbe, daß er augenscheinlich vonde» Stämmen des fernsten Orients abstammcn mußte.Seine Stirne war hoch, und seine Augen so durchdrin-gend, und doch ruhig in ihrem Blick, daß der Fürst davorzurückbebte, wie wir zurückbeben vor einem Frager, wel-cher die schuldhaftesten Geheimnisse aus unserer BrustZieht.

Was wollt Ihr von mir?" fragte der Fürst, demBesucher winkend sich zu setzen.

Fürst von-" sagte der Fremde mit einer tiefen

und wohllautenden Stimme, aber mit einem fremdenAccente;Sohn des energischsten und namhaftesten Ge-schlechts, das je göttliche» Genius im Dienste menschli-chen Willens, mit all seiner schleichenden Verruchtheit undseinem verstockten Hochmuthe mißbrauchte; Abkömmlingdes großen Visconti, in dessen Thatenbuch die GeschichteItaliens in seiner sonnigsten Zeit enthalten ist, und indessen Steigen die Entwicklung des mächtigsten Geistessichtbar ward, gereift durch den rücksichtslosesten Ehrgeiz: