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ruhig: „Gnädiger Herr," flüsterte er, „verzeiht mir; aberein Fremder ist unten, der darauf besteht, Euch zu spre-che»; und nach einigen Worten, die er falten ließ, hieltich es für gerathcn, selbst Eurem Befehle zuwider zuhandeln."
„Ein Fremder! — und z» dieser Stunde! WelchesAnliegen kann er zu haben vorgeben? Warum ward erüberhaupt eiugelaffeu?"
„Er versichert. Euer Leben scp in drohender Ge-fahr. Woher diese komme, das will er Euer Ercellenzallein eröffnen."
Der Fürst runzelte die Stirn, aber er wechselte die-Farbe. Er sann einen Augenblick nach: dann trat erwieder in das Gemach, näherte sich Viola, und sagte:
„Glaube mir, holdes Geschöpf, ich habe gar nichtdie Absicht, Vortheil von meiner Macht zu ziehen. Ichmöchte lieber allein der sanfteren Fürsprache der Liebemich anvertrauen. Betrachte Dich innerhalb dieser Mauernals eine unumschränktere Königin, denn Du je auf denBrettern eine gespielt hast. Für heute Nacht lebe wohl!Möge Dein Schlaf ruhig seyn, und Deine Träume mei-nen Hoffnungen günstig!"
Mit diesen Worten zog er sich zurück; und »ach we-nigen Augenblicken sah sich Viola von einer eifrig beflis-senen Dienerschaft umgeben, die sie endlich mit einigerSchwierigkeit entließ. Sie selbst verschmähte es, sich zurRuhe zu begeben, und brachte die Nacht damit zu, dasZimmer zu untersuchen, welches sie überall wohl geschloffen