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stieg die Erinnerung an ihres Vaters Tod, den verwit-terten Lorbeer und die zerrissenen Saiten erkältend in ihraust Ihr, das fühlte sie, war ein traurigeres Schicksalbeschicden — die Saiten konnten reißen, so lang der Lor-beer noch grünte. Die Lampe, in ihrer Dill« zu erlö-schen drohend, brannte blaß und trüb; und ihre Augenwandten sich instinktmäßig von dem dunkleren Theilc desZimmers weg. Waise! am Herde Deiner Eltern fürch-test Du die Anwesenheit der Todten!
Und stand Zanoni wirklich im Begriff, Neapel zuverlassen? Sollte sie ihn nicht mehr sehen? O, wie thö-richt, zu glauben, daß es sonst einen schmerzlichen Ge-danken gebe. Die Vergangenheit — die war dahin! DieZukunft! Es. gab keine Zukunft für sie — Zanoni ab-wesend ! Aber dieß war die Nacht des dritten Tages, woZanoni ihr versprochen hatte, sie wieder zu besuchen, eskomme, was da wolle. Es trat jetzt, wenn sie ihm glau-ben wollte, eine bestimmte Entscheidung in ihrem Schick-sal ein; und wie sollte sie ihm GlhndonS haffenswürdigeWorte erzählen? Die reine und stolze Seele kann einemAndern nie die erlittenen Unbilden anvertrauen, nnr ihreTriumphe und ihr Glück. Aber konnte Zanoni zu dieserspäten Stunde noch sie besuchen — konnte sie ihn anneh-men? Mitternacht war nahe. Noch verweilte sie in un-bestimmtem Zweifel, in heftiger Angst in dem Zimmer.Die letzte Viertelstunde vor Mitternacht schlug dumpf undfern. Alles war still, und sie stand im Begriff, in ihrSchlafgemach sich zu begeben, als sie den Hufschlag