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Dich umfließen. Alles was Du berührt hast, das liebeich; wovon Du sprichst, das liebe ich. Deine Hand hatmit diesen Rebenblättern gespielt; ich trage sie an mei-nem Busen. Du scheinst mir die Quelle aller Liebe; zuhoch und zu glänzend, um selbst geliebt zu werden, aberLicht werfend auf andere Gegenstände, auf welche dasAuge, weniger geblendet, Hinschauen kann. Nein, nein!-s ist nicht Liebe, was ich für Dich fühle, und darumrrröthe ich auch nicht, mein Gefühl zu nähren und zu be-kennen. Schande über mich, wenn ich liebte, da ich dochweiß, welch ein werthloses Wesen ich bin gegen Dich!"
„Ein Andrer! — Mein Gedächtniß wiederholt im-mer dieß Wort. Ein Andrer! Willst Du damit sagen,daß ich Dich nicht mehr sehen solle? Es ist nicht Trau-rigkeit — es ist nicht Verzweiflung, was mich ergreift.Ich kann nicht weinen. Es ist ein Gefühl gänzlicherVerlassenheit. Ich bin zurückgesunken in das gewöhnlicheLeben; und ein kalter Schauer ergreift mich in der Ein-samkeit. Aber ich will Dir gehorchen, wenn Du willst.Werde ich Dich nicht Wiedersehen jenseits des Grabes?Oh, wie süß wäre es, zu sterben!"
„Warum ringe ich mich nicht los von dem Netze,in welchem mein Wille so verwickelt ist? Hast Du einRecht, so über mich zu verfügen? Gib mir zurück —gib mir zurück das Leben, das ich kannte, ehe ich dasLeben selbst an Dich hingab. Gib mir zurück die sorglo-sen Träume meiner Jugend — die Freiheit meines Her-