Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
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bcnlaub, und nah», meine Laute und sprach zu ihrmittelst der Saiten; den» ich dachte, alle Musik sey ihreangeborene Sprache, und sie würde verstehen, daß ichsie zu trösten suche."

»Ja," sagtest Du,und endlich antwortete sie Dir,aber nicht mit Gesang mit einem kurzen gellendenSchrei, so klagend und traurig, daß Deine Hände dieLaute fallen ließen und Dir die Thronen aus den Augenstürzten. So riegeltest Du sanft de» Käfig auf und dieNachtigall flog in jenes Dickicht, und Du hörtest dasLaub rascheln, und im Mondlicht spähend sahen DeineAugen, daß sie den Gatten gesunde» hatte. Dann sangsie Dir aus dem Gebüsch ein langes, lautes, fröhlichesJubcllied. Und Du sannest nach und fühltest, daß nichtdas Rcbenlaub oder der Mondschein den Vogel die Nachtmit Melodien erfüllen machten! daß das Gehcimniß sei-ner Musik die Gegenwart des Geliebten war."

Wie kennst Du meine Gedanken aus jener Kindcr-zcit besser als ich selbst sie kannte? Wie ist Dir das be-scheidene Leben meiner vergangenen Jahre, mit seinengeringfügigen Ereignissen, so räthsclhaft bekannt, glän-zender Fremdling! Ich staune aber ich wage Dichnicht mehr zu fürchten!"

Einst beklemmte mich der Gedanke an ihn und drücktemich nieder. Wie ein Kind, das nach dem Monde langt,so war mein ganzes Wesen Ein unbestimmtes Verlangennach etwas nie zu Erreichendem. Jetzt dagegen ist mir