sich aber im Schatten, bannt er die Thränen nicht sehe,die sie nicht unterdrücken konnte. Seine Mutter hatte ver-sucht ihn zu unterhalten—so wie sie sich selbst unterhaltenhätte — indem sie eine der leichten Novellen des TageSlaut las — Novellen, die das Leben der Hähern Clafsenals Einen prächtigen Feiertag schildern.
„Meine liebe Mutter," sagte der Kranke verdrießlich,„ich habe kein Interesse an diesen falschen Schilderungendes Lebens das ich geführt. Ich kenne den Werth diesesLebens — Ach! wäre ich zu einem Beruf, einem Geschäftangeleitet worden — hätte ich — nun — es ist eineSchwäche zu klagen. Mutter, sagt mir — Ihr habt Mon-sieur de Vandemont gesehen — ist er kräftig undgesund?"
„Ja; fast nur zu viel; er hat nicht Deine Feinheit,lieber Arthur."
„lind Du bewunderst ihn, Camilla ? Hat kein AndrerDein Herz oder Deine Phantasie angezogen und ge-wonnen?"
„Mein lieber Arthur," fiel MrS. Beaufort ein, „Duvcrgißst, daß Camilla kaum in die Welt kommt; und natür-lich werden die Gefühle eines jungen Mädchens, wenn eswohl erzogen ist, durch die Erfahrung ihrer Eltern ge-regelt. ES ist Zeit die Arznei zu nehmen; sie bekommt Dirgewiß gut; Du hast heute mehr Farbe mein lieber, lieberSohn!"
Während MrS. Beaufort die Arznei eingoß, öffnetesich leise die Thüre, und Mr. Robert Beaufort ward sichtbar;