„Sprich, falscher Santo»! bist du stumm?" riefder König.
„Fluch trcffc dich, blöder Thor!" entgcgnetc Al-mamcn grimmig. „Was liegt daran, wer das Werk-zeug gewesen wäre, das Dir Deinen Thron zurückgc-gebcn hätte? Ja, ich der Deinen Diwan beherrscht.Deine Heere geleitet, ich bin vom Geschlecht Josuasund Samuels — und der Herr der Hecrschaarcn istder Gott Almamcns." ^
Ein Schauder lief durch das Volk, aber die Blicke,die Haltung, die Stimme dcö Mannes flößten AllenScheu ein und keine Waffe erhob sich gegen ihn. Nochjetzt hätte er unbeschädigt mitten durch das Gedrängewegschreitcn, hätte seine flammende Leidenschaft undseinen folternden Schmerz unter einen andern Himmeltragen können: aber das Leben war ihm eine Last ge-worden; er wollte nur noch die Opfer seines Betrugsverfluchen und dann sterben. So hielt er denn an,blickte umher und brach dann in ein Gelächter so bitter»,verachtenden Hohnes aus, wie es die Verführten druntenaus den Lippen des Erzfeindes hören mögen.
„Ja," rief er, „der bin ich! ich bin euer Abgottund euer Götze gewesen; ich mag euer Opfer werden,aber noch im Tode bin ich euer Sieger. Christ undMoslem, beide sind meine Feinde und beiden hält' ichden Fuß auf den Nacken setzen mögen; aber der'Christ,klüger als ihr, gab mir glatte Worte und ich wollteeuch in seine Gewalt verkaufen; doch, vcrräthcrischcrals ihr, betrog er mich, und nun wollte ich ihn zcr-