Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
 

120

schwanden die Drei; aber Elias wendete, eh' er dasGewölbe verließ, das grollende Gesicht mit einemRachcblick noch einmal gegen Almamcn, der anfsNene in tiefes Sinne» versank.

Almamcn war allein. Es stand keine Vicrtcl-stnndc an, so kehrte Ximen zurück, nach seinem Herrnzu sehen, traf aber den Ort abermals verlasse».

Es war Mitternacht, Mitternacht, aber nichtRuhe in den Straßen Granadas. Die Menge, dnrchdie Vorstellung, daß morgen wirklich der Tag derUnterwerfung unter den christlichen Feind komme, zueinem ihrer Anfälle von Wuth und Schinerz gereizt,strömte zu zwanzig Tausenden durch die Stadt. Eswar eine wilde, stürmische Nacht; die furchtbarenWindstöße, die oft mit plötzlichem Wintcrfrost vomSchnee der Sierra Nevada hcrabsausen, heulten durchdie wogenden Banmgruppcn und die gekrümmtenStraßen. Aber der äußere Sturm schien, wie durcheine Sympathie der Elemente, den Sturm und Wir-bel des Volkes zu erhöhen. Waffen und Fackelnschwingend, abgezehrt von Hunger, glichen die dunkelnGestalten der wüthcndcn Mohren eher Gespenstern,als lebende» Menschen, zumal sic dem Anschn nachohne weitern Zweck, als ihrer eigenen Unruhe Luftzu machen oder geisterhaftes Grausen zu erregen,durch die verödeten Straßen schwärmten.

Ans dem breiten Platz der Vivarrambla machteder Haufe Halt, ohne eigentlichen Entschluß übersonst Etwas mindestens darin entschlossen, daß »och