Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Doabdil »nd dcm mohrischcn Fußvolk vereinigt. An-dererseits war dcm Villcna Verstärkung zugckouttiicndurch die Schaaren, die fast an jedem andern Orteder Wahlstatt den Feind geworfen. Die Mohren warenznrückgetricben worden, aber nur Zoll für Zoll; jetztbefanden sic sich auf dem freien Raum unmittelbarvor den Stadtmauer», auf welchen sich noch immerdie bleichen, angstvollen Gestalten der Greise undFrauen drängten, und bei jeder Panse des Geschütz-donners drangen die Stimmen der Heimat durch diestäubende Luft ans Gehör der Ungläubigen. DasGeschrei, das durch das christliche Heer hinlicf, alsFerdinand sich mit demselben vereinigte, trat wie einGrabgcläntc auf Boabdils letzte Hoffnung. Aber dasBlut seiner sieggewohnten Väter brannte in seinenAdern, und der Zuspruch Almamcnö, den nichts außerFassung setzte, hauchte ihm eine Art wilden Wahn-sinns ein.

König gegen König scp cs so! Allah mögeZwischen uns entscheiden," rief der Herr der Moh-ren.Verbindet diese Wunde! Schon gut! Ein anderes Pferd! Jetzt, mein Prophet undFreund, besteig ein Roß zur Seite Deines Königslaß nnS mindestens neben einander fallen!"

Durch die Reihen der tapfer» Christen ging einSchänder unwillkührlichcr Bewunderung, als sic denBeherrscher der Muselmanen, kennbar an dcm schönenBart und den Edelsteinen des Harnisches, den dürfti-gen Uebcrrcst seiner Leibwache noch einmal ins dichteste